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| Am Abend fand eine Aufführung der traditionellen Tänze von
Sri Lanka, im Kandy Lake Club statt.
Diese Tänze waren für die Bevölkerung eine Methode, um Dämonen und Krankheiten zu bekämpfen. Die Vorführung begann mit einem Trommelorchester. Es umfaßt fünf traditionelle Instrumente, die gewöhnlich dreimal am Tag zur Ehre Buddhas gespielt werden. Den rituellen Volkstanz, den wir nun sahen, bezeichnete man als Devol Natuma. Er wird getanzt zum allgemeinen Schutz vor bösen Einflüssen und zur Heilung spezieller Krankheiten. Der Mayura Vannama, der Tanz des Pfaues gehört zur kandischen Vannama-Tradition und stellt die Bewegungen eines Pfaues dar. Dieser Vogel befördert den südceylonesischen Gott Skanda, der gleichermaßen von Buddhisten und Hinduisten angebetet wird. Ein weiterer Tanz zeigt die singhalesischen Krieger auf dem Weg ins Gefecht. Das bei diesem Tanz verwendete Pantheru, das nahe mit dem Tambourine verwandt ist, wurde mit großer Geschicklichkeit und Leichtigkeit in verschiedenen Formen vorgetragen. Besonders beeindruckend war ein südceylonesischer Madkentanz mit einer Teufelsmaske. Er wird getanzt, um den Besessenen die Dämonen auszutreiben und ist auch heute noch psychatrische Behandlungsmethode in Sri Lanka. |
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| Nach den Tänzen fand noch das "Fire Walking" statt.
Hierbei liefen die Tänzer über glühende Kohlen.
Der Ursprung des Feuerlaufens geht auf die Sage von Rama und Sita zurück. Ravana, der König von Ceylon, hatte Sita, eine indische Prinzessin, entführt. Nachdem Rama sie zuückgeholt hatte, bewies sie ihre Keuschheit dadurch, daß sie barfuß über glühende Kohlen lief. Sie blieb dabei unverletzt. Die Feuerläufer erbeten sich vor dem Feuerlauf den göttlichen Segen. |
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Stand : 13.05.1997