Sigiriya

Einen weiteren berühmten Felsen, den Sigiriya-Felsen, bestiegen wir am darauffolgenden Tag zu Fuß. Der Felsen erreicht eine Höhe von ca. 200 m. König Dathusena begann mit dem Bau des Palastes. Da er sich selbst als Inkarnation Gottes sah, wollte er, daß seine Residenz der von Kuwera im Himalaya glich. Deshalb ließ er den schwarzen Felsen mit weißem Kalk verputzten, daß er das Aussehen von Schnee hatte. Um zu den berühmten Fresken zu gelangen, sind wir an einer 3 m hohen Spiegelwand vorbei gegangen. Diese Kalksteinwand wurde früher mit Eiweiß und Wildhonig zum Glänzen gebracht. Weiter ging es aufwärts über eine schwindelerregende Treppe. Oben angekommen, standen wir dann vor den Fresken mit den Wolkenmädchen, die aus dem 5. Jahrhundert stammen. Sie bilden wahrscheinlich nur den kleinsten Teil von über 500 Fresken, die früher die Wand zierten. Die Fresken wurden in Temperafarben auf feuchtem Putz gemalt.

Die Löwenpranken am Aufgang zum Gipelplateau gaben dem Felsen den Namen Löwenfelsen. Der Aufstieg hinauf ist nur schwindelfreien Leuten zu raten. Oben auf dem Gipelplateau sahen wir noch die letzten Überreste des Palastes. Die gesamte Zitadelle war ausreichend mit Wasser versorgt. Ein kompliziertes System von Wasserleitungen beförderte das Wasser hydraulisch nach oben. Jetzt merkten wir auch, daß sich der mühsame Aufstieg gelohnt hatte. Wir hatten einen herrlichen Überblick über die ganze Landschaft und konnte die Schatten der Wolken über das Land wandern sehen.

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Stand : 13.05.1997