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Als nächstes besichtigten wir eine der wichtigsten historischen Stätten Sri Lankas, die aus dem 11. -13. Jahrhundert stammende Königsstadt Polonnaruwa. Eines der sehenswertesten Bauwerke ist der Palast des Königs Parakrama Bahu. Das Gebäude soll an die sieben Stockwerke hoch gewesen sein und an die 100 Räume gehabt haben. Nicht weit vom Palast entfernt, befindet sich das königliche Bad, das Kumara Pokuna. Für dieses Bad wurde das Wasser durch unterirdische Kanäle aus dem Stausee Parakrama Samudra bezogen. Weiter ging es zur Ratshalle. Hier sind vor allem die schön verzierten Makarabögen und die Steinfriese der Außenwände mit Elefanten und gücksbringenden, dickbäuchigen Zwergen zu bestaunen. Auf den Treppenstufen zum Vatadage, dem runden Reliquienschrein bewunderten wir den Mondstein. Die hierauf abgebildeten Tiere und Pflanzen sind besondere Symbole für die Buddhisten. Der Elefant, zum Beispiel, ist Symbol für die Geburt, das Pferd steht für den Verfall und die Wildgänse sind Zeichen der Freiheit. An einem 8 Meter langen Monolithen sieht man noch deutlich die Inschrift in Prakritbuchstaben, die von den Taten des Königs Nissankamalla berichtet. Eine Übersetzung war uns jedoch wegen mangelnder Sprach- und Schreibkenntnisse nicht möglich. Schließlich gelangten wir zur Ruvanveli Dagoba. Sie ist mit 54 Metern Höhe und 165 Metern Umfang die größte Dagoba Polonnaruwas. Eine Dagoba ist ein buddhistisches Heiligtum, das aus einem festen Gebäude besteht und in dem Reliquien von Buddha aufbewahrt werden. Weiter ging es zum ehemaligen Statuenhaus Gal Vihara. Dort sahen wir vier impossante Buddhastatuen. Einen 5 Meter hohen sitzenden Buddha, in tiefer Meditation versunken. Daneben ein 1,50 m großer meditierender Buddha auf dem Löwenthron. Als nächstes kommt die stehende Statue, am Kopfende des liegenden Buddhas. Der liegende Buddha ist 14 Meter lang und zeigt den ins Nirvana eingegangenen Buddha.
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Stand : 13.05.1997