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Weiter ging unsere Fahrt nach Dambulla, einem schwarzen Felsen mit Höhlentempeln. Nachdem wir die in Fels gehauenen Treppenstufen erklommen hatten, konnten wir die Tempel auch schon sehen. Da die buddhistischen Heiligtümer nur mit knielangen Gewändern und ohne Schuhe betreten werden dürfen, erhielten wir gleich Sarongs gereicht, um unsere nackten Knie zu bedecken. Wir erfuhren, daß die Höhlen teilweise schon in vorchristlicher Zeit angelegt worden sind. Im Inneren der Tempel bestaunten wir die bunten Fresken, die aus dem 18. Jahrhundert stammen. Die unzähligen Buddhastatuen, die wir außerdem sahen, sind aus dem 12. Jahrhundert. Während einem 14jährigen Exil fand hier König Walagambahu aus Anuradhapura im 1. Jahrhundert Unterschlupf. Danach sind die Höhlen in Vergessenheit geraten und wurden erst wieder im 12. Jahrhundert neu entdeckt. Im ersten von diesen Höhlentempeln liegt die berühmte 14 m lange Buddhastatue, die aus dem Fels gemeißelt wurde. Auch hinduistische Gottheiten befinden sich in den weiteren Tempeln, wie zum Beispiel der Gott Krishna,der an seiner blauen Hautfarbe gut zu erkennen ist. Vor den Höhlentempeln sahen wir einen kahlen Baum, der mit vielen bunten Stoffstücken geschmückt war. Auf unsere Frage hin, erklärte uns unser Fahrer, daß dies ein heiliger Bo-Baum sei. Er wird von den Buddhisten verehrt, da Buddha unter ihm die Erleuchtung erlangen hatte. Die Stoffreste daran sind eine Art Opfergabe der Gläubigen zum Schutz vor Krankheiten und Unglück.
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Stand : 13.05.1997