| Im Elefantenwaisenhaus in Kegalle eingetroffen, durften wir die niedlichen
Elefantenbabys füttern. Natürlich wollte ich die kleinen Elefanten
sofort streicheln, aber der Flaum, den sie auf dem Rücken hatten,
war bei weitem nicht so kuschelig, wie er aussah.
Mächtig beeindruckt waren wir von der riesigen Elefantenherde,
die friedlich in einem Tal vor uns graste. Einige Zeit später brachte
ein Mahout, der Elefantenführer, die Herde zum nahegelegenen Fluß
zum Baden.
Die Elefanten auf Sri Lanka gehören zu den asiatischen Elefanten.
Sie werden ungefähr 3,50 Meter groß und haben kleine Ohren,
im Gegensatz zu ihren afrikanischen Artgenossen. Die Männchen besitzen
nur selten Stoßzähne und werden dann Mukna genannt. Ein weiteres
Merkmal dieser Art ist der Rüssel, der mit nur einem Finger versehen
ist. Als größtes Landsäugetier der Erde kann der Elefant
ein Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen erreichen. Da Elefanten schlechte Futterverwerter
sind, müssen sie einen Großteil des Tages Nahrung zu sich nehmen.
Außerdem haben Elefanten ein sehr gutes Gedächtnis und eine
große Lernbereitschaft. Sie werden daher auf Sri Lanka auch als Arbeitselefanten
eingesetzt, wie zum Beispiel im Dschungel, wo ein Durchkommen für
Maschinen nahezu unmöglich ist.
Nach 20 Monaten Tragezeit bekommen die Weibchen nur ein Junges und das
nur etwa alle 4 Jahre.
Leider ist der asiatische Elefant zur Zeit stark vom Aussterben bedroht.
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