| Um 19.30 Uhr startete dann die Perahera am Garagama-Tempel.
Rechtzeitig wurden die Straßen von der Polizei gesperrt, so daß
man nur noch zu Fuß durchkam. Ein paar Einheimische schenkten uns
sogar noch 3 Eintrittskarten, in der Nähe des Tempels, doch die Plätze
dort waren längst schon besetzt. Schließlich fanden wir dann
noch einen Stehplatz unter einem Tieflader mit buddhistischen Mönchen.
Tausende von Einheimischen und Touristen waren am Straßenrand versammelt,
um sich den Festumzug anzusehen.
Los ging es dann mit Fahnen- und Bannerträgern, die vorneweg marschierten.
Maskentänzer führten rituelle Tänze vor, die vor allem für
die Krankheitsbeschwörung große Bedeutung hatten. Während
der ganzen Prozession hörte und sah man immer wieder Trommler, die
die einzelnen Tanzgruppen mit ihrer stark rythmischen Musik begleiteten.
Auch Feuerträger und Arthisten liefen mit dem Umzug mit. Zwischen
den einzelnen Gruppen trabten immer wieder Dreiergruppen von Elefanten
mit prächtig geschmückten Gewändern.
Der Höhepunkt der Perahera war das Erscheinen des Tuskers, eines
Riesenelefanten mit Stoßzähnen, der den Reliquienschrein trug.
Besonders beeindruckend für uns waren die Stelzenläufer, deren
Füße fest auf den Stelzen angebunden waren. Einer von ihen hatte
ein langes Seil um den Hals, mit dem er einen kleinen Jungen hin und her
schaukelte und ihn sich sogar auf die Schultern setzte. An der ganzen Prozession
nahmen übrigens nur Männer teil, die dann teilweise als Frauen
verkleidet waren. Den Grund dafür konnten wir leider nicht in Erfahrung
bringen.
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